Elkos mit großer Kapazität messen
 
Der Kapazitätsmessbereich meines Multimeters beträgt 20 µF, 
nicht so preisgünstige Geräte können da schon mehr - hab' ich aber nicht.
 
Aber ich habe ein Oszilloskop (100MHz),
und einen NF-Generator (mit Rout = 50 Ω),
und dann wende ich etwas elektrotechnische Mathematik an:




serie07.gif
   Das ist mir zu aufwendig.
     
   Abhilfe soll demnächst ein
   Kapazitätsmessgerät schaffen,
   mit PIC16F628A, int. 4MHz,
   Nokia-3310-LCD, Zeichengr. 9x15
   soft-on/off & auto-power-off;
   Die Erkennung von zu kleinem Elko
   bzw. offenem Messeingang und auch
   zu großem Elko bzw. Kurzschluss
   am Eingang soll realisiert werden.
   
   Den aktuellen Stand des
   Projektes werde ich im
   Folgenden abbilden.




Platine1.jpg
   Auf meiner Test-Platine befindet
   sich im oberen Bereich die
   Soft-Ein-Aus-Schaltung und
   die Spannungsregelung. 
 
   Rechts vom IC 2 Potis an den
   Komparator-Eingängen und
   2 Leds an Digital-Ausgängen.
 
   In der Entwicklungsphase soll
   über RS232 (9600 8N1) mit
   einem PC kommuniziert werden.
 
Platine2.jpg
   Die Test-Platine ist mittlerweile
   mit abgleichbarem Spannungsteiler 
   zur Erfassung der Batteriespannung 
   versehen; belegt einen Komparator.
   An der Verbindungsstelle der beiden 
   Widerstände rechts im Bild wird der
   zu messende Elko gegen Masse
   angeschlossen; zweiter Komparator.
   
   Das Prinzip zur Bestimmung der
   Kapazität besteht darin, dass der 
   auf einen definierten Spannungswert
   entladene Elko sodann auf einen Wert
   aufgeladen und die Zeit bis dahin 
   erfasst und aufbereitet angezeigt wird.
 
Formel01.gif
   Die elektrotechnischen Grundlagen
   beim Aufladen eines Kondensators
   über einen Widerstand an einer
   konstanten Spannung zeigt das Bild.
   
   Mein Gerät arbeitet an 5,1 Volt, die
   Entladung geht bis 0,425 Volt, es wird
   bis 2,7625 Volt über ca. 246 Ω
   aufgeladen; pro µF dauert es also
   ungefähr 170,7 µsec. 
   
   Damit wird ein Timer-Interrupt besetzt. 
   Bei einem 16-Bit Zählregister ergibt
   sich ein Messbereich bis 65535 µF, 
   mit theoretisch 1 µF Auflösung. 
 
Platine3.jpg
   Das Handy-Grafik-LCD ist angebaut.
   Um den PIC vor Überspannungen 
   durch noch nicht entladene zu
   untersuchende Kondensatoren zu
   schützen, werden die rechts unten
   sichtbaren Widerstände geteilt und
   es werden Zener-Dioden eingebaut.
   Danach ist die Schaltung für den
   Gebrauch fertig; der Bereich zur
   Test-Kommunikation kann nach
   Fertigstellung der Software dann im
   Sinne einer geringen Stromaufnahme
   entfernt werden. Ein handgemaltes
   Schaltbild demnächst mal - dafür ist
   mir Eagle zu viel Aufwand. 
 
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